20261029 Web Atlona 03 Omega Omni Stream Luma Stream Web

drei plattformen für unterschiedliche av-projekte

Nicht jedes Projekt benötigt dieselbe Übertragungstechnik. Atlona bietet mit Omega, OmniStream und LumaStream drei Plattformen, die sich bei Systemaufbau, Latenz, Bandbreite, USB-Integration und Streaming deutlich unterscheiden.

Ein fest eingerichteter Schulungsraum stellt andere Anforderungen als ein teilbarer Konferenzbereich oder eine gebäudeweite Informationsverteilung. Genau deshalb bietet Atlona drei Plattformen, die unterschiedliche Anforderungen gezielt abdecken. Omega setzt auf direkte HDBaseT-Verbindungen und klar definierte Raumstrukturen. OmniStream verteilt Signale mit geringer Latenz über das Netzwerk und bindet zusätzlich USB ein. LumaStream komprimiert die Videosignale stärker und reduziert dadurch den Bandbreitenbedarf.

Die richtige Wahl beginnt deshalb nicht beim einzelnen Gerät, sondern bei der Nutzung des Systems.

Omega: Für klar strukturierte Räume

Omega verbindet Umschaltung, Signalübertragung und typische Raumfunktionen innerhalb einer fest aufgebauten Lösung. Je nach Ausführung stehen HDMI- und USB-C-Eingänge, USB-Hubs, Skalierung, automatische Quellenwahl, Displaysteuerung und Notebook-Ladung zur Verfügung.

Ein Anschlussplatz am Tisch kann über HDBaseT mit einem Empfänger beim Display verbunden werden. Das Notebook erhält dadurch Zugriff auf die fest installierte Bild-, Kamera- und Audiotechnik. Die Geräte bleiben dauerhaft dem jeweiligen Raum und Anschlusspunkt zugeordnet.

Omega eignet sich damit für Meeting-, Schulungs- und Konferenzräume, deren Aufbau langfristig stabil bleibt. Die Signalwege sind klar nachvollziehbar, und für die AV-Übertragung muss kein eigenes IP-Netzwerk geplant werden.

Zum Omega-Portfolio gehören unter anderem kompakte Presentation Switcher, Sender-Empfänger-Kombinationen sowie Lösungen für mehrere Quellen und Ausgänge. Damit lässt sich die Plattform an unterschiedliche Raumgrössen anpassen, ohne die grundlegende Punkt-zu-Punkt-Struktur zu verändern.

OmniStream: Für geringe Latenz und flexible USB-Nutzung

OmniStream verteilt Audio- und Videosignale über ein 1-Gigabit-Netzwerk. Die Plattform arbeitet mit geringer Kompression, wodurch die Verzögerung unterhalb eines vollständigen Bildes bleibt.

Das eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen Nutzer unmittelbar auf das übertragene Signal reagieren. Dazu zählen Videokonferenzen, Touch-Anwendungen, Kamerasysteme, die Bedienung entfernter Computer und flexibel kombinierbare Räume.

Die neue USB-C-Serie erweitert die AV-Verteilung um USB. Notebook-Anschlüsse, Kameras, Audioprozessoren und Touchdisplays können innerhalb der Systemarchitektur flexibel zugeordnet werden. Eine Raumkamera muss dadurch nicht dauerhaft mit einem einzigen Anschlussplatz verbunden bleiben.

Die virtuelle USB-Matrix unterstützt USB 2.0 mit bis zu 480 Mbit/s. Bei USB-3.x-Kameras oder anderen Geräten mit hohem Datenbedarf muss deshalb geprüft werden, ob eine separate USB-Übertragung notwendig ist.

Die geringe Latenz erfordert vergleichsweise viel Netzwerkbandbreite. Gemäss Plattformvergleich kann ein Videostream bis zu rund 900 Mbit/s beanspruchen. Nicht nur die lokalen Ports, sondern insbesondere die Verbindungen zwischen mehreren Switches müssen daher passend dimensioniert werden.

LumaStream: Für viele Streams und effiziente Netzwerknutzung

LumaStream setzt auf H.264- und H.265-Kompression. Das Videosignal wird stärker verarbeitet und benötigt dadurch deutlich weniger Netzwerkbandbreite.

Je nach Konfiguration liegt die Datenrate gemäss den Unterlagen bei ungefähr 10 bis 120 Mbit/s pro Stream. Dadurch können wesentlich mehr unterschiedliche Inhalte über eine bestehende Gigabit-Infrastruktur übertragen werden.

Die stärkere Kompression führt zu einer höheren Verzögerung von ungefähr 130 Millisekunden. Für Digital Signage, Unternehmenskommunikation, Bildungsanwendungen oder die Übertragung in Veranstaltungs- und Überlaufräume ist diese Latenz in der Regel unkritisch. Für Touch-Anwendungen oder die unmittelbare Bedienung eines entfernten Systems ist eine latenzärmere Plattform geeigneter.

LumaStream unterstützt zudem Dante beziehungsweise AES67 und kann Inhalte über RTMP an einen Streamingdienst oder Medienserver weitergeben. Ein Signal lässt sich damit innerhalb eines Gebäudes verteilen und gleichzeitig extern übertragen.

Welche Plattform passt zu welcher Anwendung?

Welche Plattform sinnvoll ist, hängt weniger von der Grösse des Projekts als von der Nutzung ab. Entscheidend sind feste oder wechselnde Signalwege, Anforderungen an Latenz und USB sowie die verfügbare Netzwerkbandbreite.

Die Plattformwahl ist damit keine reine Frage der Systemgrösse: Ein grosser, fest aufgebauter Raum kann mit Omega sinnvoll umgesetzt werden, während ein kleiner teilbarer Bereich bereits die Flexibilität von OmniStream erfordert.

Welche Plattform passt zu Ihrem Projekt?

Ceconet unterstützt Reseller und Integratoren bei der Wahl und Dimensionierung der passenden Plattform. Gemeinsam klären wir Signalwege, Latenz, Bandbreite, USB-Anforderungen und Erweiterungsmöglichkeiten und stellen die benötigten Komponenten zusammen.