Eine der wichtigsten Fragen in der Planungsphase lautet: Welche Distanz muss zuverlässig überbrückt werden?
Für kurze Strecken sind hochwertige Kupferkabel meist die sinnvollste Lösung. HDMI-Kabel ermöglichen hier eine stabile und wirtschaftliche Signalübertragung, sofern sie zur benötigten Bandbreite und Anwendung passen. Bei USB-Verbindungen ist zu beachten, dass nicht der USB-C-Stecker die mögliche Kabellänge bestimmt, sondern das verwendete USB-Protokoll. Mit steigenden Datenraten verkürzen sich die maximalen Kabellängen deutlich: Bei USB 3.0 sowie USB 3.1/3.2 Gen 1 (5 Gbit/s) sind bis zu drei Meter möglich, bei USB 3.1/3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) etwa zwei Meter und bei USB 3.2 Gen 2x2 (20 Gbit/s) in der Regel nur noch ein Meter. Die tatsächlich erreichbare Übertragungsdistanz hängt zudem von Faktoren wie Auflösung, Datenrate, Kabelqualität und den eingesetzten Geräten ab.
Bei grösseren Distanzen stossen klassische Kupferlösungen zunehmend an physikalische Grenzen. Dämpfung und Signalverluste nehmen zu, während gleichzeitig die Anforderungen an Schirmung, Steckverbinder und Verarbeitung steigen. In solchen Fällen kommen je nach Anwendung HDBaseT, aktive HDMI-Lösungen, AV-over-IP oder Glasfaser zum Einsatz.
Glasfaser bietet insbesondere bei langen Distanzen, hohen Bandbreiten und EMV-sensiblen Umgebungen klare Vorteile. Sie ermöglicht grosse Reichweiten, ist unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen und bietet hohe Reserven für zukünftige Anforderungen.